Pool-Lexikon: Fachbegriffe einfach erklärt

Fachbegriffe rund um Pool, Wasserpflege und Pooltechnik – kurz erklärt vom Austropool-Fachteam.

A

Absorber (Solarabsorber)

Schwarze Matten oder Rohrregister, durch die das Poolwasser fließt und sich in der Sonne erwärmt. Als Faustregel rechnet man mit 50 bis 80 % der Wasseroberfläche an Absorberfläche. Die Heizleistung hängt vollständig vom Wetter ab – für planbare Temperaturen ist eine Wärmepumpe die verlässlichere Lösung.

Achtformpool

Beckenform aus zwei ineinander übergehenden Kreisen, die in der Mitte durch eine Stützkonstruktion zusammengehalten wird. Der Vorteil gegenüber dem Rundpool: mehr Schwimmlänge auf ähnlicher Fläche. Ersatzfolien gibt es passend zugeschnitten in unserer Poolfolien-Auswahl für Achtformbecken.

Aktivsauerstoff

Aktivsauerstoff ist die chlorfreie Alternative zur Pooldesinfektion. Er arbeitet geruchlos und hautschonend, wirkt aber schwächer als Chlor – ideal für empfindliche Haut und kleinere, gepflegte Pools. Bei Algenbefall oder hohen Wassertemperaturen stößt er an seine Grenzen. Produkte dazu finden Sie unter Aktivsauerstoff.

Algizid (Algenmittel)

Ein Algizid ist ein vorbeugendes Pflegemittel gegen Algenwachstum. Es wird regelmäßig in kleiner Dosis zugegeben und verhindert, dass sich grüne, gelbe oder schwarze Algen ansiedeln. Bei akutem Befall wird es mit einer Stoßchlorung kombiniert.

Aufstellpool

Becken, das oberirdisch aufgebaut und nicht eingegraben wird – meist als Stahlwand- oder Holzpool. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, sonst verzieht sich die Wand. Aufstellbecken lassen sich leichter überwintern, weil kein Erddruck von außen wirkt.

Auswintern (Inbetriebnahme)

Das Frühjahrsprogramm: Abdeckung abnehmen und reinigen, Wasser auf Betriebsniveau auffüllen, Technik anschließen und entlüften, danach Wasserwerte einstellen und einmal kräftig filtern. Planen Sie zwei bis drei Tage ein, bis das Wasser wieder klar ist – ein Wasserpflegeset deckt die nötigen Mittel ab.

B

Beckenrandsteine

Der umlaufende Abschluss der Beckenkante, meist aus Beton oder Naturstein. Sie schützen die Folie vor UV-Strahlung, geben dem Rand Stabilität und leiten Regenwasser vom Becken weg. Wichtig ist ein leichtes Gefälle nach außen.

Beckenvolumen (Wasserinhalt)

Grundlage für jede Dosierung und jede Pumpenauslegung. Rechteckbecken: Länge × Breite × mittlere Tiefe. Rundbecken: Durchmesser × Durchmesser × 0,785 × Tiefe. Ein Becken mit 8 × 4 × 1,5 m fasst also rund 48 m³ – merken Sie sich diesen Wert, Sie brauchen ihn ständig.

Biese (Keilbiese, Einhängebiese, Überlappfolie)

Die Art, wie eine Poolfolie am Beckenrand befestigt wird. Die Keilbiese wird in eine Profilschiene eingezogen (üblich bei Einbaubecken), die Einhängebiese wird über den Beckenrand gehängt (typisch für Stahlwandbecken), die Überlappfolie wird außen übergeschlagen und mit Handlauf geklemmt. Vor dem Folienkauf unbedingt prüfen, welches System Ihr Becken hat – Details in der Poolfolien-Kategorie.

Bodenablauf

Ablauf am tiefsten Punkt des Beckens, über den kühleres und schwereres Wasser abgesaugt wird. Zusammen mit dem Skimmer sorgt er dafür, dass nicht nur die Oberfläche umgewälzt wird. Bei Neubauten gehört er zur Standardplanung, nachrüsten lässt er sich praktisch nicht.

Brom

Desinfektionsmittel, das vor allem in Whirlpools eingesetzt wird. Brom bleibt bis pH 8 wirksam und riecht deutlich weniger streng als Chlor – dafür ist es teurer und baut sich in der Sonne schneller ab, was es für Freibecken unattraktiv macht. Passende Produkte finden Sie bei den Whirlpool-Pflegemitteln.

Bypass

Eine Umgehungsleitung mit Ventilen, über die sich der Wasserstrom teilen lässt. Vor Wärmetauschern und Wärmepumpen ist ein Bypass Standard: Er lässt nur einen Teil des Wassers durch das Gerät und schützt es vor zu hohem Durchfluss. Außerdem können Sie das Gerät im Winter abtrennen, ohne die Filteranlage stillzulegen.

C

Calciumhärte (Wasserhärte)

Der Kalkgehalt des Wassers, angegeben in mg/l. Im Pool liegt der Zielbereich bei etwa 200 bis 400 mg/l. Zu weiches Wasser greift Fugen und Beton an, zu hartes führt zu Kalkflocken und belegt Wärmetauscher. Sehr hartes Füllwasser lässt sich mit einem Härtestabilisator in Schach halten.

Chlor (freies und gebundenes)

Chlor ist das gängigste Desinfektionsmittel für Poolwasser. Wirksam ist nur das freie Chlor (Idealwert 0,3–1,0 mg/l im Privatpool). Gebundenes Chlor ist bereits „verbrauchtes“ Chlor – es verursacht den typischen Schwimmbadgeruch und gereizte Augen, nicht das freie Chlor.

Chlortabletten (Trichlor und Dichlor)

Die beiden gängigen organischen Chlorarten. Trichlor steckt in den langsam löslichen 200-g-Tabletten für die Dauerdesinfektion, Dichlor ist schnell löslich und eignet sich für die Stoßchlorung. Beide enthalten Cyanursäure, die sich mit der Zeit anreichert – deshalb nicht dauerhaft ausschließlich damit arbeiten. Zur Auswahl: Chlorprodukte.

Cyanursäure (Chlorstabilisator)

Cyanursäure schützt Chlor vor dem schnellen Abbau durch UV-Strahlung. In organischem Chlor (Tabletten) ist sie bereits enthalten. Zu viel davon (über ca. 50 mg/l) blockiert jedoch die Chlorwirkung – dann hilft nur ein Teilwasserwechsel.

D

Dichtheitsprüfung (Wasserverlust)

Ein bis drei Zentimeter Wasserverlust pro Woche sind im Sommer normale Verdunstung. Wird es deutlich mehr, hilft der Eimertest: Einen mit Poolwasser gefüllten Eimer auf die Treppe stellen und nach 24 Stunden die Pegel vergleichen. Sinkt der Beckenpegel stärker als der im Eimer, liegt ein Leck vor.

Dosieranlage

Eine Dosieranlage misst pH-Wert und Desinfektionswert laufend und dosiert die Pflegemittel automatisch nach. Das hält die Wasserwerte konstant – besonders praktisch bei größeren Pools, in der Urlaubszeit und für alle, die nicht täglich messen möchten.

Drehzahlgeregelte Pumpe (Inverter-Pumpe)

Filterpumpe, deren Motordrehzahl stufenlos regelbar ist. Weil die Leistungsaufnahme überproportional mit der Drehzahl sinkt, spart eine lange Laufzeit bei halber Drehzahl gegenüber kurzer Volllast oft mehr als die Hälfte des Stroms – bei besserer Filtration und geringerer Lautstärke. Modelle finden Sie unter Inverter-Umwälzpumpen.

Durchflussmenge (m³/h)

Wassermenge, die die Pumpe pro Stunde fördert. Sie muss zum Filterkessel passen: Ein zu starker Durchfluss drückt den Schmutz durch den Sand, ein zu schwacher reinigt nicht ausreichend. Als Orientierung sollte der Beckeninhalt in acht Stunden einmal komplett umgewälzt sein.

E

Einlaufdüse (Einströmdüse)

Die Öffnung, durch die gefiltertes Wasser zurück ins Becken strömt. Richten Sie die Düsen leicht nach unten und gegenläufig zum Skimmer aus – so entsteht eine kreisende Strömung, die Schmutz zum Skimmer treibt. Falsch eingestellte Düsen sind eine der häufigsten Ursachen für tote Ecken im Becken.

Elektroheizer

Durchlauferhitzer, der das Poolwasser elektrisch erwärmt. Er heizt sofort und ist günstig in der Anschaffung, verbraucht aber je Kilowattstunde Wärme auch eine Kilowattstunde Strom – eine Wärmepumpe holt aus derselben Energie das Vier- bis Fünffache. Sinnvoll ist er als Zusatz oder für kleine Becken: Elektroheizer.

F

Fertigbecken (GFK und Polypropylen)

Werkseitig fertig geformte Becken, die als Ganzes eingesetzt werden. GFK-Becken sind leichter und glasfaserverstärkt, PP-Becken robuster und schweißbar reparierbar. Beide brauchen keine Folie, kosten aber mehr als ein Styroporpool und sind in Form und Größe festgelegt.

Filterballs

Filterballs sind Polyesterkugeln, die den Quarzsand in der Sandfilteranlage ersetzen. Sie sind leichter, filtern feiner und schonen die Pumpe. Wichtig: die Herstellerangabe zur Füllmenge beachten – Filterballs ersetzen Sand nicht 1:1 nach Gewicht.

Filterdruck (Manometer)

Das Manometer am Filterkessel zeigt, wie stark das Filtermedium zugesetzt ist. Notieren Sie sich den Druck direkt nach dem Rückspülen – das ist Ihr Normalwert. Steigt er um 0,3 bis 0,5 bar darüber, ist Rückspülen fällig. Fällt der Druck plötzlich ab, sitzt meist der Pumpenkorb voll oder es zieht Luft.

Filterglas

Alternative zum Filtersand aus aufbereitetem Glasgranulat. Es filtert etwas feiner, verblockt langsamer und hält deutlich länger als Sand, ist in der Anschaffung aber teurer. Für die Umstellung brauchen Sie rund 20 % weniger Gewicht als bei Sand – zu finden im Filtermaterial.

Filtersand

Quarzsand in der Körnung 0,4–0,8 mm ist das Standard-Filtermedium der Sandfilteranlage. Er sollte alle zwei bis drei Jahre gewechselt werden, weil sich die Körner abrunden und die Filterleistung sinkt. Nachschub gibt es unter Filtermaterial.

Flockungsmittel

Flockungsmittel bindet feinste Schwebeteilchen, die sonst durch den Sandfilter schlüpfen, zu größeren Flocken. Der Filter kann sie dann zurückhalten – das Wasser wird sichtbar klarer. Funktioniert nur mit Sandfilteranlagen, nicht mit Kartuschenfiltern.

Folienstärke

Dicke der Poolfolie in Millimetern. 0,4 bis 0,6 mm sind bei Aufstellbecken üblich, 0,8 mm gelten als Standard für Einbaubecken, 1,0 mm und Reliefausführungen für hohe Beanspruchung. Mehr Stärke bedeutet längere Lebensdauer und bessere Kratzfestigkeit – Auswahl in der Poolfolien-Kategorie.

Frostschutz

Vor dem ersten Frost muss alles Wasser aus Pumpe, Filterkessel, Wärmetauscher und Leitungen. Kessel und Pumpe über die Ablassschrauben entleeren, Leitungen mit Winterstopfen verschließen und das Mehrwegeventil in Zwischenstellung bringen. Gefrierendes Restwasser sprengt Gehäuse – das ist der häufigste Winterschaden überhaupt.

G

Gegenstromanlage

Eine Gegenstromanlage erzeugt eine kräftige Strömung, gegen die man am Stand schwimmt. So wird auch ein kurzer Gartenpool zur Trainingsstrecke. Für sportliches Schwimmen sollte die Anlage mindestens 40 m³/h Förderleistung bringen.

Grundreinigung

Die gründliche Beckenreinigung bei abgelassenem oder abgesenktem Wasser, meist beim Ein- oder Auswintern. Wasserlinie und Boden mit einem Reiniger für Poolfolien behandeln, keine Scheuermittel und keine Haushaltsreiniger verwenden – passende Mittel unter Reinigungsmittel.

H

Holzpool

Aufstellbecken mit Wandkonstruktion aus imprägniertem Holz, innen mit Folie ausgekleidet. Optisch die wärmste Variante, teilweise auch teilversenkt einbaubar. Das Holz braucht regelmäßige Pflege, die Innenfolie ist wie bei jedem Becken ein Verschleißteil: Holzpools.

I

Inverter-Wärmepumpe

Eine Inverter-Wärmepumpe passt ihre Leistung stufenlos an den Wärmebedarf an, statt ständig ein- und auszuschalten. Das senkt den Stromverbrauch deutlich (COP-Werte bis über 10 in Teillast) und macht sie leiser als On/Off-Modelle.

K

Kalk (Kalkablagerungen)

Weiß-graue, raue Beläge an Wasserlinie, Treppe und im Wärmetauscher. Ursache sind hohe Calciumhärte, hoher pH-Wert oder starke Erwärmung. Gegen bestehende Beläge hilft ein Kalklöser, vorbeugend ein stabiler pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4.

Kartuschenfilter

Beim Kartuschenfilter übernimmt ein Papier- oder Vlieseinsatz die Filterung. Er ist günstig und kompakt – typisch für kleine Aufstellpools und Whirlpools –, muss aber häufig gereinigt und ersetzt werden. Für fest eingebaute Pools ist die Sandfilteranlage die stärkere Lösung.

Kugelhahn (Absperrventil)

Ventil zum Absperren einzelner Leitungen. Vor und nach Pumpe, Filter und Heizung eingebaut, können Sie einzelne Geräte warten, ohne das ganze Becken zu entleeren. Bei jeder Neuverrohrung eine der lohnendsten Investitionen – Material unter Verrohrung.

L

Lamellenabdeckung (Rollladenabdeckung)

Abdeckung aus schwimmenden Kunststofflamellen, die auf einer Welle auf- und abgerollt wird – oberflur sichtbar oder unterflur in einem Schacht verborgen. Sie hält Schmutz draußen, reduziert Verdunstung und gewinnt Sonnenwärme. Achtung: Eine Lamellenabdeckung ist keine geprüfte Sicherheitsabdeckung, solange sie nicht ausdrücklich dafür zertifiziert ist.

M

Mehrwegeventil (6-Wege-Ventil)

Das 6-Wege-Ventil sitzt auf der Sandfilteranlage und schaltet zwischen den Betriebsarten um: Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Entleeren, Zirkulieren und Geschlossen. Wichtig: Die Stellung nur bei ausgeschalteter Pumpe wechseln, sonst drohen Schäden an Dichtung und Ventil.

N

Nachfüllwasser

Jedes Auffüllen bringt frische Härtebildner und oft auch Phosphat ins Becken. Prüfen Sie nach größeren Nachfüllmengen pH-Wert und Härte erneut. Wer aus dem Brunnen füllt, sollte zusätzlich auf Eisen und Mangan achten – beides färbt das Wasser nach der Chlorung braun.

O

Ovalpool

Längliche Beckenform mit geraden Seitenwänden und halbrunden Enden. Sie braucht bei Aufstellbecken seitliche Stützkonstruktionen, die den Wasserdruck aufnehmen. Ersatzfolien passgenau unter Poolfolien für Ovalbecken.

P

Phosphat

Hauptnährstoff für Algen. Phosphat gelangt über Nachfüllwasser, Laub, Sonnencreme und Regen ins Becken. Ab etwa 0,1 mg/l wird es kritisch: Sie chloren dann gegen ein Algenwachstum an, das immer wieder neu startet. Ein Phosphatentferner senkt den Wert dauerhaft und spart Chlor.

Photometer

Elektronisches Messgerät, das Wasserwerte über die Farbänderung von Reagenztabletten bestimmt – deutlich genauer als Teststreifen und unabhängig vom Farbempfinden des Auges. Für Becken mit automatischer Dosierung praktisch Pflicht: Pooltester.

pH-Wert

Der pH-Wert beschreibt, wie sauer oder basisch das Poolwasser ist. Ideal sind 7,0 bis 7,4. Nur in diesem Bereich wirkt Chlor zuverlässig und das Wasser bleibt haut- und materialschonend. Mindestens einmal pro Woche messen und mit pH-Minus oder pH-Plus nachregulieren.

Poolfolie

Die Poolfolie dichtet das Becken ab und bestimmt die Wasseroptik. Standard sind 0,6–0,8 mm starke PVC-Folien; bei Sanierungen wird die Maßfolie exakt auf das Becken zugeschnitten und vor Ort verschweißt – eine unserer Spezialitäten bei Austropool.

Poolroboter

Selbstständig arbeitender Reinigungsroboter mit eigenem Antrieb und Filter. Er entlastet die Filteranlage, weil er den Schmutz selbst aufnimmt, und reinigt je nach Modell Boden, Wände und Wasserlinie. Für Becken ab etwa 30 m³ die bequemste Lösung: Poolroboter.

Poolsalz

Spezielles, sehr reines Salz für die Salzelektrolyse. Der Zielwert liegt je nach Anlage bei 3 bis 5 Gramm pro Liter, das ist etwa ein Sechstel des Salzgehalts von Meerwasser und im Wasser kaum wahrnehmbar. Kein Streusalz und kein jodiertes Speisesalz verwenden: Poolsalz.

Poolüberdachung

Feste oder verfahrbare Konstruktion über dem Becken. Sie verlängert die Badesaison um Wochen, hält Schmutz draußen und senkt den Heizbedarf deutlich, weil sie Verdunstung fast vollständig unterbindet. Von der flachen Variante bis zur begehbaren Terrasse: Poolüberdachungen.

Poolvlies (Schutzvlies)

Filzartige Unterlage zwischen Beckenwand oder Bodenplatte und Folie, meist mit 300 bis 400 g/m². Es gleicht kleine Unebenheiten aus, schützt die Folie vor spitzen Steinen und dämmt leicht. Beim Folientausch immer mit erneuern – die Mehrkosten sind gering, der Schaden ohne Vlies teuer.

R

Randstreifen (Wasserlinie)

Der fettige, graue Rand an der Wasseroberfläche aus Sonnencreme, Hautfetten und Staub. Er setzt sich in der Folie fest, wenn er stehen bleibt, deshalb einmal pro Woche mit einem Randreiniger und weichem Schwamm abwischen. Keine scharfen Schwämme benutzen, die zerkratzen die Folie.

Redoxpotenzial

Das Redoxpotenzial (gemessen in Millivolt) zeigt die Desinfektionskraft des Wassers an – je höher, desto schneller werden Keime abgetötet. Richtwert im Privatpool: über 650 mV. Dosieranlagen nutzen diesen Wert zur automatischen Chlorsteuerung.

Römertreppe

Halbrunde, ins Becken hineinragende Treppe über die gesamte Beckenbreite. Sie ist bequem und optisch großzügig, kostet aber Schwimmfläche und muss bei Folienbecken passgenau ausgekleidet werden. Alternativen sind eine Ecktreppe oder eine Einstiegsleiter.

Rückspülen

Beim Rückspülen durchströmt Wasser den Sandfilter in umgekehrter Richtung und spült den gesammelten Schmutz in den Kanal. Faustregel: einmal pro Woche 2–3 Minuten rückspülen, bis das Schauglas klar ist, danach kurz nachspülen.

Rundpool

Die einfachste und stabilste Beckenform: Der Wasserdruck verteilt sich gleichmäßig auf die Wand, Stützkonstruktionen entfallen. Deshalb sind Rundbecken günstiger als Oval- oder Achtformbecken gleicher Fläche. Passende Ersatzfolien unter Poolfolien für Rundbecken.

S

Salzelektrolyse

Bei der Salzwasserelektrolyse wird dem Pool eine geringe Menge Salz zugesetzt (meist 3–5 g/l, ein Zehntel des Meerwassers). Die Anlage erzeugt daraus laufend frisches Chlor direkt im Wasser – Chlor kaufen und lagern entfällt, das Wasser fühlt sich weicher an.

Sandfilteranlage

Die Sandfilteranlage ist das Herzstück der Poolreinigung: Die Pumpe drückt das Wasser durch einen Kessel mit Quarzsand, der Schmutzpartikel zurückhält. Sie sollte das gesamte Beckenwasser in 4–6 Stunden einmal umwälzen – unser Sandfilter-Rechner ermittelt die passende Größe.

Schaltuhr (Zeitschaltuhr)

Steuert die Laufzeiten der Filterpumpe. Teilen Sie die tägliche Umwälzzeit auf zwei bis drei Blöcke über den Tag auf, statt alles am Stück laufen zu lassen – das hält das Wasser gleichmäßiger in Bewegung. Bei Salzelektrolyse oder Dosieranlage muss die Pumpe laufen, solange dosiert wird.

Sicherheitsabdeckung

Straff gespannte Abdeckung, die auf das Gewicht eines Kindes ausgelegt ist und im Rand verankert wird. Sie ist die einzige Abdeckungsart, die tatsächlich vor dem Hineinfallen schützt – Solarplanen und Winterplanen leisten das ausdrücklich nicht. Ausführungen unter Sicherheitsabdeckungen.

Skimmer

Der Skimmer ist der Wassereinlauf an der Beckenwand. Er saugt die Oberfläche ab, fängt Blätter und Insekten im Korb und schützt so Pumpe und Filter. Der Wasserspiegel sollte etwa auf halber Höhe der Skimmeröffnung stehen.

Skimmerbecken

Die verbreitete Bauweise, bei der der Wasserspiegel etwa 10 bis 15 cm unter der Beckenkante liegt und das Oberflächenwasser über einen oder mehrere Skimmer abgesaugt wird. Günstiger und einfacher zu bauen als ein Überlaufbecken, dafür schwankt der Wasserspiegel sichtbar.

Solarplane

Eine Solarplane (Luftpolsterabdeckung) schwimmt auf dem Wasser, heizt den Pool mit Sonnenenergie um einige Grad auf und reduziert Verdunstung und Wärmeverlust über Nacht – die günstigste Poolheizung überhaupt.

Stahlwandpool

Aufstellbecken mit einer Wand aus verzinktem Stahlblech, innen mit Folie ausgekleidet. Schnell aufgebaut und preislich attraktiv; teilversenkt eingebaut braucht die Wand eine Hinterfüllung, die den Erddruck aufnimmt. Die Innenfolie ist das Verschleißteil und alle 8 bis 12 Jahre fällig.

Stoßchlorung

Die Stoßchlorung ist eine kurzfristig stark erhöhte Chlordosis (Schockbehandlung), etwa bei trübem oder grünem Wasser, nach Gewittern oder zur Saisoneröffnung. Erst wieder baden, wenn das freie Chlor unter 3 mg/l gesunken ist.

Styroporpool

Einbaubecken aus Styropor-Schalsteinen, die versetzt gestapelt und mit Beton verfüllt werden. Die Bauweise ist wärmedämmend, verzeiht Maßänderungen und lässt sich auch in Eigenleistung errichten – deshalb die beliebteste Variante für den eigenen Garten: Styroporpool-Sets.

T

TA-Wert (Alkalinität)

Die Alkalinität (Säurekapazität) ist der Puffer des Wassers gegen pH-Schwankungen. Ideal sind 80–120 mg/l. Ist der TA-Wert zu niedrig, springt der pH-Wert ständig; ist er zu hoch, lässt sich der pH-Wert kaum senken.

Technikschacht

Begehbarer oder abgedeckter Schacht neben dem Becken, in dem Pumpe, Filter und Steuerung stehen. Er muss trocken, belüftet und frostfrei sein und einen Bodenablauf haben – sonst steht die Technik nach der ersten undichten Verschraubung im Wasser.

Teleskopstange

Ausziehbare Stange als Aufnahme für Kescher, Bodensauger und Bürsten. Achten Sie auf die Klemmung: Billige Modelle rutschen unter Zug zusammen. Die Länge sollte mindestens die halbe Beckenbreite erreichen – Auswahl unter Teleskopstangen.

Teststreifen

Schnelltest für pH-Wert, Chlor und weitere Parameter. Praktisch für die tägliche Kontrolle, aber ungenauer als Tabletten- oder Photometermessung und empfindlich gegen Feuchtigkeit – Dose immer sofort verschließen. Für Dosierentscheidungen lieber nachmessen: Pooltester.

U

Überlaufbecken (Überlaufrinne)

Bauweise, bei der das Wasser randvoll steht und über eine umlaufende Rinne in einen Ausgleichsbehälter läuft. Optisch die hochwertigste Lösung mit sehr guter Oberflächenreinigung, dafür deutlich aufwendiger in Bau und Technik als ein Skimmerbecken.

Überwintern (Einwintern)

Beim Einwintern wird der Wasserspiegel unter Skimmer und Düsen abgesenkt, die Technik entleert und ein Überwinterungsmittel zugegeben. Es verhindert Kalkränder und Algenbildung und erleichtert die Frühjahrsreinigung deutlich.

Umwälzpumpe (Filterpumpe)

Die Filterpumpe hält das Wasser in Bewegung und treibt es durch den Filter. Ihre Förderleistung muss zu Beckenvolumen und Filterkessel passen; Inverter-Modelle mit regelbarer Drehzahl sparen bis zu 80 % Strom gegenüber einstufigen Pumpen.

UV-Desinfektion

Bei der UV-Desinfektion durchströmt das Wasser eine Kammer mit UV-C-Lampe, die Keime und Algen inaktiviert. Sie senkt den Chlorbedarf spürbar, ersetzt ihn aber nicht ganz – ein kleines Chlordepot im Becken bleibt nötig.

V

Verdunstung

Der Hauptgrund für sinkenden Wasserstand und den größten Teil des Wärmeverlusts – gerade nachts, wenn die Luft abkühlt. Eine Solarplane reduziert beides erheblich und ist die günstigste Heizhilfe überhaupt, weil sie die tagsüber gewonnene Wärme über Nacht im Becken hält.

Verrohrung

Die Rohrleitungen zwischen Becken und Technik, im Privatbereich meist PVC-U in 50 mm. Geklebt wird mit Reiniger und Spezialkleber, nicht mit Silikon. Planen Sie großzügige Bögen statt enger Winkel: Jeder scharfe Knick kostet Förderleistung und damit Strom.

Vorfilter (Pumpenkorb)

Der Siebkorb im Pumpengehäuse, der Blätter und groben Schmutz abfängt, bevor sie ins Laufrad geraten. Einmal pro Woche leeren – ein voller Korb senkt den Durchfluss, lässt die Pumpe heißlaufen und ist eine der häufigsten Ursachen für plötzlich schlechte Filterleistung.

W

Wärmepumpe

Die Pool-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und überträgt sie aufs Poolwasser. Aus 1 kW Strom werden so 5 kW Wärme und mehr. Welche Leistung Ihr Becken braucht, zeigt unser Wärmepumpen-Rechner.

Wärmetauscher

Ein Wärmetauscher verbindet die Hausheizung mit dem Poolkreislauf: Heizungswasser und Poolwasser fließen getrennt aneinander vorbei, nur die Wärme wird übertragen. Ideal, wenn ohnehin eine leistungsstarke Heizung (z. B. Ofen oder Hackgut) vorhanden ist.

Wassersack (Winterkissen)

Mit Wasser gefüllter Beutel, der mittig unter die Winterplane gelegt wird. Er nimmt den Druck von Eis auf und leitet Regenwasser zum Rand ab. Niemals Steine oder Betonplatten zum Beschweren verwenden – die beschädigen Folie und Plane.

Whirlpool (Spa)

Beheiztes Becken mit Massagedüsen, meist für 2 bis 6 Personen und ganzjährig betrieben. Wegen der hohen Wassertemperatur und des kleinen Volumens ist die Wasserpflege anspruchsvoller als im Pool: häufiger messen, meist mit Aktivsauerstoff oder Brom arbeiten und die Filterkartusche regelmäßig reinigen. Pflegemittel unter Whirlpool-Pflege.

Winterabdeckung

Die Winterabdeckplane schützt den eingewinterten Pool vor Laub, Schmutz und Licht. Anders als die Solarplane ist sie lichtdicht und robust gegen Schnee – so startet der Pool im Frühjahr sauber in die Saison.

Z

Zirkulationszeit (Umwälzzeit)

Die Zirkulationszeit gibt an, wie lange die Filteranlage braucht, um das gesamte Beckenwasser einmal umzuwälzen. Empfehlung: 4–6 Stunden, die Anlage läuft dafür im Sommer meist 8–12 Stunden täglich. Sie ist die wichtigste Größe bei der Auswahl von Pumpe und Filter.

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